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Ausgrabung 1999 Regensburg-Burgweinting - Kurzfassung

Grabung in Regensburg-Burgweinting, Bayern
Dauer: Sommer 1999 / Teilnahme: 30.8.-10.9.1999
Veranstalter: Bayrisches Landesamt für Denkmalpflege, Außenstelle Oberpfalz, Regensburg
Wissenschaftliche Leitung:  Dr. Silvia Codreanu-Windauer, BLfD- Außenstelle Regensburg
Örtliche Leitung: Grabungstechniker Wieland Froschauer, BLfD-Außenstelle Regensburg
Objekt: mehrperiodische Besiedlung und Gräber; römischer Gutshof
Erste Teilnahme an einer Grabung in Bayern: fünf Mitglieder der Gesellschaft der Hobbyarchäologen in Deutschland e.V. konnten für zwei Wochen im Sommer 1999 an den langjährigen Grabungen in Regensburg-Burgweinting teilnehmen; keine Teilnahmegebühr.

Wegen eines geplanten Neubaugebietes wurden von 1994 bis 2000 12 ha untersucht, die Spuren verschiedener Epochen erbrachten. Neben einigen Gräbern der Glockenbecherkultur, einem Herrenhof der Hallstattzeit und latènezeitlichen Grubenkomplexen bildet die mit bislang 50 rekonstruierbaren Gebäuden größte urnenfelderzeitliche Siedlung im süddeutschen Raum einen Grabungsschwerpunkt. 
Außer einer altbekannten Villa rustica im Westen des Geländes wurde 1977 im Südosten ein weiterer Gutshof erstmals aus der Luft entdeckt. In dieser sog. östlichen Villa war bereits 1912 ein römischer Keller des 3. Jahrhunderts freigelegt worden, aber in Vergessenheit geraten. Er wurde nun wieder ausgegraben, ebenfalls mehrere Brunnen.
Die Grundrisse der westlichen Villa wurden durch unterschiedliche Bepflanzungen visualisiert.
 

Quellen: S. Codreanu-Windauer/ W. Irlinger/ J. Faßbinder/ R. Haase: Römische Spuren in Blüte - Die Villae rusticae von Burgweinting, Stadt Regensburg, Oberpfalz– aus: Das archäologische Jahr in Bayern 2000, S. 70-73